rAusnahmezustand. Designtalk über den Zustand und die Zukunft von Design.

Wie gehen Reuse und Redesign wirklich? Welche Perzeptiven werfen Expert:innen auf Zukunftsthemen im Design und in der Produktion?

Ausstellungseröffnung mit Talk: Die neue Ausstellung „rAusnahmezustand" im designforum Vorarlberg macht ausgemusterte Schulmöbel zum Ausgangspunkt der Frage: Wie entscheiden wir, was bleibt und was geht und was steckt in den Dingen, die uns umgeben? Hunderte Schulstühle stehen im Materialteillager der CampusVäre. Jetzt ist der Sessel der Star dieser Ausstellung, Ziel einer designhistorischen Aufarbeitung und Teil von Wettbewerben. 

Das Rampengespräch bringt vier Perspektiven aus Design, Kuration, Institution und regionaler, handwerklicher Entwicklung zusammen und fragt, wie aus „Recycle, Reuse, Redesign“ mehr wird als nur Schlagworte. Uns interessiert, wie Gestaltung im Umgang mit bestehenden Materialien, Strukturen und Systemen neue Wertschöpfung und neue Geschäftsmodelle erzeugen kann.

Matylda Krzykowski, international bekannte Designexpertin, Jurorin und Lehrende eröffnet den Blick auf Design als experimentelles Feld, in dem Kunst, Performance und kuratorische Praxis ineinandergreifen und Kategorien bewusst aufgelöst werden. Georg Milde, Staatspreis Design Preisträger, Produktdesigner und Designmethodiker zeigt anhand des Materialteillagers der CampusVäre, wie aus Bestand über innovative Designprozesse neue ästhetische und funktionale Perspektiven entstehen können.

Elli Schindler als neue Geschäftsführerin von designaustria und Bettina Steindl als Designbeirätin des Bundesministerium für Kunst und Kultur ergänzen die Diskussion um die institutionelle und gesellschaftliche Ebene: Wo ist Design als strategisches Werkzeug sichtbar und in Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit wirksam verankert? Gemeinsam entsteht ein Gespräch über zirkuläres Denken und Wirtschaften im Design – zwischen Experiment, Praxis und Verantwortung